Eisenmangel, Eisenmangelanämie: Wie stellt der Arzt die Diagnose?
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Energieverlust
Eisenbedarf/Eisenverlust |
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Sind Sie ungewohnt müde? Haben Sie Konzentrationsschwierigkeiten? Sind Sie bei körperlicher Anstrengung schnell erschöpft?
Dann könnte es sein, dass Sie an Eisenmangel leiden.
Wichtige Fragen
Beschreiben Sie Ihre Beschwerden Ihrem Arzt. Denken Sie im Vorfeld des Arztbesuches schon einmal über folgende Fragen nach, die Ihr Arzt Ihnen stellen wird:
- Haben Sie einen erhöhten Eisenbedarf (Wachstum, Schwangerschaft, Stillzeit, Fehlgeburt, Hochleistungssport, Blutspende)?
- Enthält Ihre Ernährung ausreichend Eisen (z. B. bei unausgewogener Ernährung oder Angst vor einer Gewichtszunahme)?
- Könnte es sein, dass Ihr Verdauungstrakt nicht in der Lage ist, das in der Nahrung enthaltene Eisen richtig aufzunehmen (Verdauungsstörungen, unerklärter Gewichtsverlust, Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall, frühere chirurgische Eingriffe im Magen-Darm-Bereich, Darmerkrankungen in der Familie)?
- Leiden Sie an übermässigem Blutverlust (starke Menstruationsblutungen: > 12 Binden/Tampons pro Periode oder Dauer > 7 Tage, häufiges und starkes Nasenbluten, Blut im Stuhl)?
Ursache des Eisendefizites suchen
Bei Eisenmangel gilt es zuerst, die Ursache für den Eisenmangel zu finden und, wenn möglich, zu beheben. Haben Sie beispielsweise zu starke Menstruationsblutungen, so sollten Sie das mit Ihrem Frauenarzt besprechen. Falls Sie Blut im Stuhl haben sollten, entscheidet Ihr Arzt, mit welchen Untersuchungen sich nach der Ursache forschen lässt.
Diagnose durch Blutuntersuchung
Bei Verdacht auf Eisenmangel wird Ihr Arzt anhand einer einfachen Blutuntersuchung überprüfen, ob sich die Diagnose bestätigt. Dabei ermittelt er den Ferritinwert im Blut. Ferritin ist ein Protein, das Eisen speichert. Das Ergebnis ist in der Regel sehr zuverlässig, es sei denn, es liegt eine Entzündung im Körper vor. Das Vorliegen einer Entzündung wird anhand einer weiteren einfachen Laboruntersuchung ausgeschlossen, bei welcher der CRP-Wert (Wert des C-reaktiven Proteins) bestimmt wird. Wie der Ferritinwert zu interpretieren ist, zeigt die folgende Tabelle:
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Ferritinwert (µg/l) |
Eisenspeicher |
| > 50 |
ausreichend |
| 30 bis 50 |
niedrig (mögliche Anzeichen für einen Eisenmangel) |
| 15 bis 29 |
sehr niedrig |
| < 15 |
leer |
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Interpretation der Ferritinwerte
Eisen ist erforderlich, um bestimmte Blutzellen – die roten Blutkörperchen – zu produzieren. Bei leichtem Eisenmangel sind die roten Blutkörperchen klein und eher blass. Bei starkem Eisenmangel kommt es zu einer Anämie (Blutarmut, Rückgang der Zahl der roten Blutkörperchen), die anhand des Hämoglobinwertes nachgewiesen wird. Hämoglobin ist der in den roten Blutkörperchen enthaltene Stoff, der dem Blut seine Farbe gibt. Als normal gilt ein Hämoglobinwert von >12 g/dl bei Frauen und von >13 g/dl bei Männern.
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| Mediscope |
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| 27.04.2011 - dde, dzu |
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