Eisenmangel by MEdiscope

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Sie sind hier: Behandlung 18. September 2014
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Eisentherapie: Von Tabletten bis zur Infusion

Eisentherapie
Eisenmangel
kann behandelt
werden
 
Studien haben ergeben, dass die Symptome bei Eisenmangel – wie Müdigkeit, eingeschränkte Leistungsfähigkeit, Konzentrationsstörungen oder Erschöpfung – gut auf eine Eisenbehandlung ansprechen.

 

Eine Eisentherapie ist im Falle typischer Symptome angezeigt, wenn der Ferritingehalt unter 50 µg/l sinkt und die Ursachen für den Eisenmangel nicht behandelt werden können.

 

Wird kein Eisenmangel diagnostiziert, sollte auf die Einnahme von Eisen verzichtet werden, da ansonsten die Gefahr einer übermässigen Konzentration dieses Spurenelements besteht. Der Körper ist nicht in der Lage, dieses überschüssige Eisen auszuscheiden, welches sich – sobald die natürlichen Speicher gefüllt sind – im Gewebe ablagert und schwere Organschäden verursachen kann.

 

Je nach Verträglichkeit und Situation lässt sich das Gleichgewicht der Eisenreserven mithilfe von Tabletten (Sirup/Tropfen) oder direkt mittels Injektion oder intravenöser Infusion wiederherstellen. Die Aufnahme von Eisen über die Ernährung ist nur dann wirkungsvoll, wenn der Eisenmangel durch eine unausgewogene Ernährung bedingt ist.

 

Wann Eisen als Tabletten, Sirup, Tropfen?

Eisen in Form von
Tabletten, Tropfen,
oder Siurp
 
Eisentabletten, -tropfen und -sirup lassen sich problemlos einnehmen. Man unterscheidet zwischen zwei- und dreiwertigen Eisenpräparaten.

 

Für eine optimale Aufnahme empfiehlt es sich, zweiwertige Eisenpräparate ungefähr eine Stunde vor den Mahlzeiten und dreiwertige Eisenpräparate mit den Mahlzeiten zu sich zu nehmen.

 

Die häufigsten Nebenwirkungen sind Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung oder Koliken. Dreiwertiges Eisen gilt gemeinhin als verträglicher als zweiwertiges Eisen, da es seltener zu Nebenwirkungen kommt.

 

Die Therapie mittels Tabletten, Tropfen oder Sirup erfordert viel Geduld: Die Behandlungsdauer bei völlig erschöpften Eisenreserven beträgt drei bis sechs Monate. Die Nachteile einer solchen Eisentherapie sind eine verzögerte Wirkung, eine lange Behandlungsdauer und die oben genannten Nebenwirkungen.

 
 

Eisentherapie: Wann Eisen als Spritze oder Infusion?

Verabreichung von Eisen mittels Spritze oder Infusion (also intravenös) bietet gegenüber Tabletten, Tropfen oder Sirup die folgenden klaren Vorteile:

 
Eisen intravenös gespritzt
 

 

  • Rascher Wirkungseintritt und damit beschleunigte Symptomlinderung
  • Wirksamere Behandlung
  • Gute Verträglichkeit

Im Gegensatz zu den früher eingesetzten Medikamenten verursachen die heute in der Schweiz vermarkteten Infusionspräparate nur noch äusserst selten schwere Nebenwirkungen.

 

Die derzeit erhältlichen Eisenpräparate erlauben die intravenöse Verabreichung von hohen Eisendosen in einer begrenzten Zeit in der Hausarztpraxis. Dank der vereinfachten Verabreichung ist auch die Belastung für die Patienten deutlich zurückgegangen.

 

Eisen als Tabletten, Tropfen oder Sirup manchmal unwirksam

Unter den folgenden Umständen kann Ihnen Ihr Arzt zu Eiseninfusionen raten:

  • Eisentabletten, -tropfen oder -sirup werden nicht vertragen oder können nicht regelmässig eingenommen werden
  • Starke Blutungen infolge einer Entbindung oder Operation, sodass ein schnellerer Wirkungseintritt für eine optimale Genesung wesentlich ist
  • Eisenverlust übertrifft Eisenversorgung mit Tabletten, Tropfen oder Sirup beispielsweise bei starken Menstruationsblutungen oder wiederholten Magen-Darm-Blutungen
  • Chronische Magen-Darm-Erkrankuungen: Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Zöliakie (Glutenunverträglichkeit), nach schweren Magen- oder Dünndarmoperationen
  • Fortgeschrittene Nierenfunktionsstörung
  • Blutarmut (Anämie) infolge schwerer Herzschwäche
  • Eisenmangelanämie bei Krebspatienten, insbesondere im Rahmen einer Chemotherapie

 

Bei chronischen Erkrankungen mit begleitenden Entzündungen – z.B. Magen-Darm-Erkrankungen, Nieren- und Herzschwäche – ist der Ferritinwert aufgrund der Entzündung oft normal oder sogar erhöht. Gleichwohl ist dabei im Blut oder Knochenmark nicht genügend Eisen für die Bildung von roten Blutkörperchen vorhanden.

 

Eisen in Form von Tabletten, Tropfen oder Sirup ist in diesen Situationen oft nicht ausreichend wirksam. Intravenöses Eisen, welches in solchen Fällen oftmals wirksamer ist, kann die Symptome der Patienten verbessern.

 

Mehr dazu:

 
 

Eisentherapie bei chronischen Krankheiten, Schwangerschaft und Geburt

 

In der Schwangerschaft sowie nach der Geburt und bei einigen chronischen Krankheiten muss der Eisentherapie besondere Beachtung geschenkt werden. Im Folgenden wird auf die wichtigsten eingegangen.

 

 

Spezielle Aspekte der Eisentherapie

Eisentherapie bei
Schwangerschaft und Geburt.
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Eisentherapie bei
Krebspatienten mit Blutarmut (Anämie).
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Eisentherapie bei
chronischen Darmentzündungen wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa.
mehr >>
Eisentherapie bei
chronischen Nieren-Erkrankungen.
mehr >>

 

 

 
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28.04.2011 - dde, dzu
 
 
 


 

Broschüre zu Eisenmangel

Broschüre Eisenmangel

Patienten-Broschüre rund ums Thema Eisenmangel.

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Videos zum Thema Eisenmangel

 

Eisen ist wichtig

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Der Weg des Eisens